Forstliche Klimakönner

Entscheidend für den Erfolg des Waldumbaus ist die Eignung der verwendeten Baumarten. Denn die Bäume müssen sowohl an die künftigen regionalen klimatischen Bedingungen als auch an den jeweiligen Kleinstandort optimal angepasst sein. Mit dem vorliegenden zweiten Band der Praxishilfe liefern die bayerischen Forstexperten ausführliche Anbauempfehlungen für weitere 16 Baumarten. Insgesamt sind damit in den beiden Bänden Praxishilfen zu 32 Baumarten enthalten.

Deutschlandweit einmaliges Kompendium

„Dieses deutschlandweit einmalige Kompendium stellt die gebündelte Erfahrung aus der Forstpraxis einerseits und der Kompetenz neuester forstlicher Forschung andererseits dar“, freut sich der neue Leiter der Landesanstalt, Dr. Peter Pröbstle. Für den hohen Anspruch des neuen Standardwerks bürgen die beteiligten Institutionen: Neben der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) sind dies das Amt für Waldgenetik, die Technischen Universität München und die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf wie auch die Ämter für Ernährung Landwirtschaft und Forsten und der Ökologisch-Botanische Garten Bayreuth.

Heimische und alternative Baumarten

Unter den 16 Baumarten im zweiten Teil der Praxishilfe befinden sich bewährte heimische, jedoch eher seltene Baumarten wie Sommerlinde, Bergulme, Vogelbeere oder Edelkastanie. Aber auch klimatolerante alternative Baumarten wie Japanische Lärche, Roteiche, oder Französischer Ahorn gehören zu den erweiterten Baumartenempfehlungen. Ein neues, fremdes Klima wird nämlich künftig auch neue Baumarten erfordern. Baumarten, die in anderen Klimaregionen der Welt ihre Trockenheits- und Hitzeresistenz bereits bewiesen haben. Daher ist eine – vorsichtige! - Erweiterung der Baumartenpalette ein Baustein für die Schaffung der Klimawälder der Zukunft. Naturgemäß gibt es Unwägbarkeiten beim Anbau alternativer Baumarten wie beispielsweise der Zeder oder der Baumhasel. Dieser Herausforderung begegnen die Forstwissenschaftler mit modernster Modellierung von Klimaszenarien, Versuchsanbauten im Wald und auch genetischer Forschung. Deren Ergebnisse gehen
als Risikobewertungen in die Baumartenportraits ein.
 

Auftrag der Gesellschaft

Von Forstleuten und Waldbesitzern wird eine aktive und rasche Anpassung unserer Wälder an den Klimawandel gefordert. Damit sollen die vielfältigen Anforderungen der Gesellschaft an den Wald vom nachwachsenden Rohstoff Holz über Klima und Trinkwasserschutz sowie die Erhaltung der waldtypischen Biodiversität bis zur Erholung auch im Klimawandel sichergestellt werden. Die vorliegende Praxishilfe der LWF liefert hierzu einen wichtigen Beitrag.

LINK zu den downloads:

Band 1: http://www.lwf.bayern.de/service/publikationen/sonstiges/225476/index.php

Band 2: http://www.lwf.bayern.de/service/publikationen/sonstiges/253310/index.php

 



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