Waldbesitzer sorgen für Biodiversität in den Wäldern

Internationaler Tag der Wälder: Waldeigentümer warnen vor steigenden Schäden nach Wetterextremen

In diesem Jahr steht der Internationale Tag der Wälder am 21. März 2020 unter dem Motto „Wälder und Biodiversität“. Die rund zwei Millionen Waldeigentümer machen an diesem Tag darauf aufmerksam, dass sie mir ihrer Waldpflege dafür sorgen, dass der Wald ein Lebensraum für vielzählige Tier- und Pflanzenarten ist
.
 
„Schon die Vielfalt der Waldeigentümer ist eine zentrale Voraussetzung für die Biodiversität in den Wäldern“, sagte der Vorsitzende Josef Liegl von der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Oberpfalz anlässlich des Internationalen Tag der Wälder.
 
„Die Waldeigentümer sorgen mit ihrem Waldumbau für stabile und vielfältige Wälder.“ Dieser Tag ist für die Waldeigentümer in Deutschland jedoch auch ein Anlass, um auf die Krise aufmerksam zu machen, in der sich die Wälder derzeit befinden. Die Wetterextreme der vergangenen zwei Jahre haben den Wäldern stark zugesetzt und bei allen Baumarten, bei Nadel- und Laubbäumen gleichermaßen, große Schäden angerichtet.
 
 
Foto: Buchenwald [Grünert]
 
„Große Teile unserer Wälder sind in Gefahr, wir haben in Bayern bzw. in der Oberpfalz schwere Schäden insbesondere bei den Nadelbäumen“, sagte Josef Liegl. Ende Februar hatte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aktuelle Zahlen zu den Schäden veröffentlicht. Danach geht das Ministerium für das gesamte Bundesgebiet von
einem Schadholzanteil von rund 160 Millionen Festmetern und von einer Schädfläche in einer Höhe von 245.000 Hektar aus, die wiederbewaldet werden müsse.

Die Auswirkungen der jüngsten Wetterextreme führen dazu, dass auch Tier- und Pflanzenarten leiden. Daher müssen die Waldeigentümer dabei unterstützt werden, ihre Wälder stabilisieren und den Waldumbau vorantreiben zu können.
„Bund und Länder müssen dafür sorgen, dass die finanzielle Unterstützung jetzt schnell zu den Waldbesitzern gelangt“, forderte Liegl. Die Bundesregierung hatte den Waldbesitzern 800 Millionen Euro
zugesichert.
 
Damit das Geld an die Basis kommt, müssen verschiedene Hürden genommen werden: Dazu zählen die Vereinfachung der Antragstellung, die schnelle Notifizierung in Brüssel, die Abschaffung der Deckelung Forstlicher Zusammenschlüsse. „Es muss schnell gehandelt werden“.
 
Ohne die Auswirkungen des Klimawandels wäre der Wald in einem guten Zustand. Das bestätigt auch das Bundesamt für Naturschutz (BfN), das vor kurzem ein Vogelmonitoring für Deutschland veröffentlicht hat. Das Ergebnis: Auf Wiese und Acker hält der Vogelschwund an, im Wald hingegen wachsen die Bestände. Zwischen 2005 und 2016 kamen rund eineinhalb Millionen Waldvögel hinzu. Dies ist ein Beleg für die steigende
biologische Vielfalt im Wald, denn Wälder, die älter und strukturreicher sind, bieten ein vielfältiges Angebot an Nahrung, Deckung und Brutmöglichkeiten. Dieser Bericht des BfN dokumentiert die positive Entwicklung unserer Wälder bis zum Einsetzen der jüngsten Wetterextreme. „Jetzt heißt es, die Schäden zu beräumen und einzugrenzen, um unsere Wälder zu stabilisieren und die zerstörten Flächen mit klimaresilienten Baumarten
aufzuforsten“, so Josef Liegl.
 
 
Link zum BfN
 

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