Mehr Nachhaltigkeit im Wald mit Holzwuchshüllen

Die Forstwirtschaftliche Vereinigung Oberpfalz (FVO) lud kürzlich die Geschäftsführer der Forstlichen Zusammenschlüsse zu einer Informationsveranstaltung ein.  Es fand eine Vorführung des Schreinermeisters Franz Eschlbeck statt, der seine Entwicklung präsentierte: moderne Holzwuchshüllen für junge Bäumchen. (Pollenried)

Diese wurden bis dato meist mit Plastikhüllen vor dem Wild geschützt, jedoch besteht die Gefahr, dass das Plastik im Wald verbleibt. „Das ist nicht nachhaltig und passt nicht zu unserer Philosophie als Förster. Daher sind wir auf der Suche nach einer umweltfreundlichen Alternative für unsere Waldbesitzer“, erklärte Silva Wild, Försterin der Waldbesitzervereinigung Pielenhofen. Daher habe sie gemeinsam mit Eschlbeck eine Aufforstungsfläche versuchsweise mit den Holzwuchshüllen bestückt. Bereits nach wenigen Monaten zeigten sich die Anwuchserfolge bei Laub- und Nadelhölzern.

Die biologisch abbaubaren Wuchshüllen halten laut Eschlbeck rund acht Jahre – bis dann seien die kleinen Bäumchen aus dem Gröbsten raus.

Martina Möhl von der FVO merkte an, dass die heimischen Wälder größten Teils PEFC-zertifiziert sind, was die Minimierung von Plastik im Wald bedinge. Auch werde die staatliche Förderung für Plastikwuchshüllen in absehbarer Zeit ( ab 2023 ) wegfallen und die Waldbesitzer müssten spätestens dann nach Alternativen suchen. „Daher sind wir gerne bereit, innovative Projekte zu unterstützen“, so Möhl. Eschlbeck appellierte an die Geschäftsführer: „Wir müssen das Holz wieder zum Holz bringen.“ Es sei die beste Werbung für Holzprodukte, wenn die Holzproduzenten davon selbst überzeugt seien und in der Praxis anwendeten.
 
 


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