Trockenheit und Hitze setzen Bayerns Wäldern zu

„Der Zustand der Waldbäume hat sich 2020 infolge von drei heiß-trockenen Sommern gegenüber dem Vorjahr wie befürchtet weiter verschlechtert. Das zeigt uns deutlich, wie wichtig es ist, unsere Wälder an den Klimawandel anzupassen. Nur wenn wir es schaffen, unsere Wälder mit zukunftsfähigen Baumarten zu verjüngen, stellen wir sicher, dass wir auch künftigen Generationen artenreiche und gemischte Wälder hinterlassen. Unsere Waldumbauoffensive ist ein wichtiger Baustein in unserer Strategie für mehr Klimaschutz“, so die Ministerin.

Die langanhaltend hohen Temperaturen, verbunden mit geringen Niederschlagsmengen, führten im Vergleich zum Vorjahr zu einem Anstieg des mittleren Nadel- und Blattverlusts aller Baumarten um 3,3 Punkte auf 28,0 Prozent. Am stärksten betroffen ist der trockene Norden, hier liegt der Nadel- und Blattverlust mit 32 Prozent deutlich über dem bayerischen Mittel. Positive Entwicklungen zeigen sich bei der Baumart Eiche. Sie kommt am besten mit der Trockenheit zurecht und ist als heimische Baumart eine wichtige Stütze für den Aufbau klimatoleranter, stabiler und zukunftsfähiger Mischwälder.

Bei dieser Mammutaufgabe unterstützt der Freistaat die bayerischen Waldbesitzer umfangreich: Allein dieses Jahr stehen für die Waldförderung in Bayern mehr als 80 Millionen Euro an Landes- und Bundesmitteln zur Verfügung – so viel wie nie zuvor. Das im letzten Winter überarbeitete Waldförderprogramm wird der Ministerin zufolge von Bayerns Waldbesitzern in Rekordhöhe nachgefragt. So sollen im Privat- und Körperschaftswald bis zum Jahr 2030 insgesamt 200.000 Hektar Wald klimafest gestaltet werden. Rund 76.000 Hektar wurden bereits geschafft.



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