Bayerische Erfahrungen für eine nachhaltige Forstwirtschaft in das Kosovo

Eine dreizehnköpfige Delegation aus dem  Kosovo besuchte auf Einladung der Forstwirtschaftlichen Vereinigung den Regierungsbezirk Oberpfalz, um sich über die bayerische Forstwirtschaft zu erkundigen.
 
Vertreter der Kosovarischen Forstagentur, der Waldbesitzervereinigung Kosovos und ihrer Regionalverbände sowie der Nichtregierungsorganisation CNVP informierten sich bei der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Oberpfalz über die Situation der privaten Waldbesitzer und die Organisationstrukturen in der bayerischen Forstwirtschaft.
Martina Möhl, Josef Liegl, Alfons Vogl und Alois Nissl empfingen die Gäste und stellten die Forstwirtschaftliche Vereinigung Oberpfalz, die Waldbesitzervereinigungen und die Strukturen der Bayerischen Forstverwaltung vor.
 
Foto: In der Geschäftsstelle der WBV Waldmünchen gab es die Einführung in das bay. Forstwirtschaftssystem mit allen Akteuren [Foto M. Möhl]
 
Besonders spannend für die kosovarischen Verbände, die erst nach dem Ende des Kosovokriegs 1999 aufgebaut wurden, sind die bayerischen Erfahrungen mit Dienstleistungen für Waldbesitzer und staatlicher Förderung. Naturverjüngung und Jagd, Anpassung an den Klimawandel und Maschineneinsatz wurden im Rahmen von Waldbegängen lebhaft diskutiert.
 
Die PEFC Zertifizierung für Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft wurde am zweiten Tag von Iris Götting Henneberg vorgestellt. Beeindruckt zeigten sich die Gäste vom Biomasseheizkraftwerk Waldmünchen und dem besuchten Sägewerk in Regen. Der Bau eines Biomasseheizkraftwerks ist auch in Kosovo geplant, um die Abhängigkeit von Braunkohle und die mangelhafte Stromversorgung zu mildern.
 
 
Foto: Verschied. Exkursionspunkte folgten [Foto M.Möhl]
 
„Der Kontakt mit der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Oberpfalz ist für uns sehr wertvoll. Wir würden den Erfahrungsaustausch gerne weiterführen – etwa bei einer Konferenz in Kosovo“, sagte Xhevat Lushi, Direktor der Organisation CNVP, beim Abschied. Auch für die Gastgeber waren die Gespräche mit den Teilnehmern und der rege Austausch über die derzeitige Situation der Forstwirtschaft im Kosovo mit Hilfe eines Dolmetschers eine neue Erfahrung.
 
„Wir freuen uns, dass Sie unserer Einladung gefolgt sind. Es war uns eine Ehre, ihnen unsere bayerischen Strukturen näher zu bringen und hoffen, dass wir uns auch künftig weiter austauschen und nehmen Ihre Einladung gerne an“, so Josef Liegl, Vorsitzender der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Oberpfalz.
 
Weiter ging die Reise für die Teilnehmer aus dem Kosovo nach Kelheim zur Waldbauernschule sowie nach Straubing in das Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe und das Technologie- und Förderzentrum (TFZ). „Die Anregungen, die wir in Bayern erhielten, helfen uns, die private Forstwirtschaft in Kosovo als Einkommensquelle für die Landbevölkerung weiter zu stärken“, meinte Bashkim Gashi, Präsident der Waldbesitzervereinigung Kosovos.
 

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