"Jetzt ist der ideale
Zeitpunkt, um in den Wald der Zukunft zu investieren" –
so Prof. Dr. Hubert Röder in einem aktuellen Beitrag von BR24
vor Ort. Der Cluster-Sprecher und Professor an der Hochschule
Weihenstephan-Triesdorf hat die aktuelle Marktlage eingestuft und einen
klaren Appell formuliert: Die momentane Holzpreissituation sei eine
hervorragende Gelegenheit, starkes Holz zu ernten und die Wälder fit für
die Zukunft zu machen.
Röders
Botschaft ist eindeutig: Erlöse aus der Holzernte sollten jetzt in den
Waldumbau fließen. Klimaangepasste, stabile Wälder brauchen Verjüngung,
mehr Mischbaumarten und deutlich mehr Vielfalt. Besonders Kiefern- und
Fichtenbestände, die in Bayern bisher prägend sind, gelten im Klimawandel
als besonders riskant.
Auch
mit Blick auf den Borkenkäfer mahnt Röder zur Vorsicht. Zwar seien die
vergangenen Jahre vergleichsweise ruhig gewesen, doch die Gefahr bleibe
hoch – besonders für gestresste Fichtenbestände. Wichtig sei es, jetzt
vorausschauend zu handeln, statt auf den nächsten Schaden zu warten.
Gleichzeitig
sieht Röder im Holzbau eine große Chance: Mehr Nachfrage nach
Holzprodukten kann Sägewerke und Waldbesitzende stärken, Wohnraum
schaffen und die Bauwirtschaft unterstützen. Für ihn ist das eine echte
Win-win-Situation – für den Wald, die Wirtschaft und den Klimaschutz.