Junge Bäume im Fokus

In den kommenden Wochen untersuchen wieder Mitarbeiter der Forstverwaltung die Wälder in Bayern auf Verbissspuren durch Rehe, Hirsche und Gämsen. Ausgerüstet mit Datenerfassungsgerät und Messlatte erheben sie an rund 22 000 Aufnahmepunkten den Zustand von Trieben und Knospen.
 
Forstminister Helmut Brunner startete die alle drei Jahre stattfindende Aktion in einem Waldstück im Landkreis Ebersberg. Auf Basis der gesammelten Daten erstellen die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten dann wieder die „Forstlichen Gutachten zur Situation der Waldverjüngung“ – mit ihnen bewerten sie, ob in den landesweit rund 750 Hegegemeinschaften der Verbiss für den Wald tragbar ist oder nicht.
 
Nach Aussage des Ministers sind die Gutachten eine wertvolle Entscheidungshilfe bei der Abschussplanung, denn: „Grundeigentümer, Jagdpächter und Behörden können damit den Einfluss des Wildes auf den Wald einschätzen.“
 
Tragbare Wildbestände sind laut Brunner die Voraussetzung für stabile, klimatolerante Mischwälder.
Nach Aussage des Ministers ist das gesamte Verfahren auf größtmögliche Transparenz und enge Einbindung von Waldbesitzern und Jägern ausgerichtet. Brunner appellierte an die Beteiligten, die Förster bei den Erhebungen zu begleiten und offene Fragen vor Ort zu klären.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Foto:Blick auf Ansitzleiter (Rainer Sturm/pixelio.de)
 
 
 
 
 
Die Termine geben die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten rechtzeitig bekannt. Das „Forstliche Gutachten“ wird seit 1986 erstellt, heuer zum zwölften Mal. Detailinformationen gibt es unter www.forst.bayern.de (Rubrik Jagd).
 

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